Kryolipolyse ist die Reduktion von Fettzellen durch Kälteeinwirkung. Oft auch als „Fettgefrieren“ bezeichnet, reduziert Kryolipolyse nachweislich hartnäckige Fettdepots, die sich durch Sport und Diät nicht abbauen lassen. Die Ergebnisse der Kryolipolyse sehen natürlich aus und sind von Dauer. Sie bieten somit eine Lösung für Problemzonen wie Bauchfett.
Wie funktioniert die Kryolipolyse?
Bei der Kryolipolyse wird ein Applikator verwendet, um ein Fettareal zu isolieren und es präzise kontrollierten Temperaturen auszusetzen. Diese Temperaturen sind niedrig genug, um die subkutane Fettschicht zu gefrieren, aber nicht so niedrig, dass das darüber liegende Gewebe gefriert. Die so „gefrorenen“ Fettzellen kristallisieren, wodurch die Zellmembran platzt.
Die Zerstörung der Fettzellen bedeutet, dass diese kein Fett mehr speichern können. Gleichzeitig wird dem Lymphsystem des Körpers signalisiert, die zerstörten Zellen abzutransportieren. Dieser natürliche Prozess erstreckt sich über mehrere Wochen und ist abgeschlossen, sobald die Fettzellen als Abfallprodukte den Körper verlassen.
Kryolipolyse und Fettabsaugung weisen einige Gemeinsamkeiten auf, da beide Verfahren Fettzellen aus dem Körper entfernen. Der größte Unterschied besteht darin, dass bei der Kryolipolyse Stoffwechselprozesse abgestorbene Fettzellen abbauen. Bei der Fettabsaugung hingegen werden die Fettzellen mithilfe einer Kanüle abgesaugt.
Wo kann Kryolipolyse eingesetzt werden?
Kryolipolyse kann an verschiedenen Körperstellen mit überschüssigem Fett angewendet werden. Häufig kommt sie am Bauch, an den Hüften und am Gesäß zum Einsatz, kann aber auch unter dem Kinn und an den Armen angewendet werden. Die Behandlung ist relativ schnell und dauert in der Regel 30 bis 40 Minuten. Da die Kryolipolyse nicht sofort wirkt, sind körpereigene Prozesse beteiligt. Sobald die Fettzellen zerstört sind, beginnt der Körper, das überschüssige Fett abzubauen. Dieser Prozess setzt zwar sofort ein, die endgültigen Ergebnisse sind aber erst nach einigen Wochen sichtbar. Studien haben gezeigt, dass diese Technik das Fett im Behandlungsbereich um bis zu 20 bis 25 % reduzieren kann – eine beachtliche Reduzierung der Fettmasse.
Was wird nach der Behandlung geschehen?
Die Kryolipolyse ist ein nicht-invasives Verfahren. Die meisten Patienten können in der Regel noch am selben Tag ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen, einschließlich Arbeit und Sport. Vorübergehende lokale Rötungen, Blutergüsse und Taubheitsgefühle der Haut sind häufige Nebenwirkungen und klingen in der Regel innerhalb weniger Stunden ab. Sensibilitätsstörungen verschwinden üblicherweise innerhalb von 1 bis 8 Wochen.
Bei diesem nicht-invasiven Verfahren sind weder Narkose noch Schmerzmittel erforderlich, und es gibt keine Ausfallzeit. Das Verfahren ist für die meisten Patienten angenehm; sie können lesen, am Laptop arbeiten, Musik hören oder einfach entspannen.
Wie lange hält die Wirkung an?
Patienten, bei denen eine Fettgewebsreduktion erzielt wurde, weisen mindestens ein Jahr nach dem Eingriff anhaltende Ergebnisse auf. Die Fettzellen im behandelten Bereich werden auf natürliche Weise durch den Stoffwechsel des Körpers abgebaut.

Veröffentlichungsdatum: 11. Februar 2022